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Schwitzhütten

Schwitzhütte

Schwitzhütte offen

Die Termine der Schwitzhütten kannst Du im Kalender auf der Startseite nachschauen.

Was ist eine Heilschwitzhütte eigentlich?

Im Bauch von Mutter Erde!
Schwitzhütten sind ein Reinigungsritual für Körper, Geist und Seele.

Aus Weidenruten bauen wir die igluförmige Hütte, die mit vielen Decken abdedichtet wird. Ein Feuerplatz wird errichtet zum späteren Erhitzen der Steine, eine "Schildkröte" aus Lehm wird gebaut - das Ganze hat einen zeremoniellen Ablauf und Charakter; alle Einzelheiten tragen Bedeutungen, die vorher und am Ort noch ausführlich erklärt werden. Während wir gemeinsam trommeln und singen, wird das Feuer entzündet und eine bestimmte Anzahl von Steinen darin gluterhitzt.
Bei einer Heilschwitzhütte ist wichtig, dass jeder Teilnehmer eine persönliche, innere möglichst klar formulierte Absicht (einen Wunsch, Heil- oder Genesungswunsch o.Ä.) mit hineinbringt.

Die Zeremonie besteht aus vier Schwitzrunden. In den Pausen dazwischen wird die Hütte jeweils geöffnet zum "Durchatmen" usw. Die Runden bauen aufeinander auf:
die "Runde der Absicht",
die "Runde der Reinigung",
die "Runde der Kraft"
und die "Runde der Freude".

Mittels Gesängen, Gebeten und Aufgüssen ist es möglich, persönliche Prozesse aufzulösen und zu durchlaufen. Die eigenen Grenzen können erfahren und erweitert werden. Heil-Schwitzhütten dienen dazu, Körper und Geist auf eine spirituelle Weise zu heilen oder zu unterstützen.

Es ist geraten, zwei Handtücher mitzubringen: eins zum Draufsetzen und eins zum draußen Abtrocknen.
Wer nicht nackt schwitzen mag, kann sich mit Tuch / Kleid / Badehose o.ä. bedecken (kein Metall!). Für draußen sind Percussion-Instrumente (Trommeln, Rasseln u.ä.) hochwillkommen!

Hier noch ein kurzer Erfahrungsbericht einer Teilnehmerin nach ihrer ersten Schwitzhütte auf dem MerryMeet-Festival 2007:

What the fuck is a Schwitzhütte???

Das lernten wir beim MerryMeet. Und was man dafür benötigt, um das Teil überhaupt aufzustellen, das lernten wir auch. Weiden, Weiden und nochmals Weiden. Viele Decken. Dicke Decken, große Decken, kleine Decken, dunkle Decken, helle Decken. Genau wurde den Teilnehmern erklärt, was wann wie und wo passieren wird. Neugeboren... neugeboren werden. Klingt wunderschön. Aber bis dahin war noch ein Weg zu beschreiten, der bei manchen eher weniger, bei anderen wiederum mehr heftig ausfiel.

Zu Beginn, bei der Entzündung des Feuers, wurde als Einstimmung fleißig gesungen...

Brenne Holz und glühe Glut,
Asche werde was drauf ruht,
Asche werde auch mein Stolz,
Glühe Glut und brenne Holz.

Jeder suchte für sich nach einen Grund, warum man in die Schwitzhütte ging. Vier Runden... vier Runden mit Freunden, mit Feuer, mit der Erde, mit Großväterchen Stein und sich selbst. Hitze, Räucherungen, Wasser, Dampf, den vom Dampf feuchten Boden auf dem nackten Hintern spüren, nichts sehen mit den Augen außer der glühenden Räucherung auf den Steinen, die an Welt, Erde und Sterne erinnerten. Und trotz der tiefschwarzen Dunkelheit, in der es keinen Unterschied machte, ob die Augen offen oder zu waren, sahen wir mehr als sonst - nämlich mit dem Geist, mit dem Körper. Wir reisten in uns, aus uns, in die Erde, und wieder retour. Willkommen in der Welt!

Ein erfrischendes, befreiendes Gefühl begleitete uns, als wir nacheinander auf allen Vieren aus der Mutter Erde hervor krochen. Dieses Gefühl sollte noch lange anhalten... länger, als wir zu diesem Zeitpunkt vermuteten.
Der spirituelle Weg der Selbsterfahrung  | info@weg-des-nordens.de